10 Regeln für die Bildgestaltung

Tipps für die Bildgestaltung im Foto

Für die Bildgestaltung und Bildkomposition in der Fotografie gibt es viele lockere Regeln und Tipps – von der Wirkung der Kontraste über die ein Drittel-zwei Drittel-Regel bis hin zu Tipps zur Perspektive und zum Standpunkt.

An keine dieser Regeln muss man sich halten, aber sie lassen sich kombinieren, sie helfen bei der Suche nach dem Motiv und sind immer gut für kleine Serien.

 

Stapeln und überlappen

Elemente ins Bild setzen, so dass sie einander überlappen. Das holt Tiefe, die das flache Foto sonst nicht zu bieten hat und öffnet den Raum.

 

Kontrast

Kontraste sind die Seele der Fotografie: Formenkonkrast (eckig und rund), Größenkontrast, Schärfekontrast, Helligkeitskontrast und Farbkontrast. Der Farbkontrast gehört zu unseren Lieblingskontrasten.

 

Blickführende Linien

Unsere Augen folgen den Linien im Bild automatisch. Wenn du Linien ins Bild setzen kannst, lass sie auf das Motiv zulaufen oder öffne einen Raum mit den Linien.

 

Vordergrund – Hintergrund

Wir teilen die Szene vor unseren Augen automatisch in Vordergrund und Hintergrund. Ein Foto hingegen ist flach Vorn ist unten und hinten ist oben. Setze ein Motiv in den Vordergrund, damit sich der Raum öffnet und besser verstanden wird.

 

Muster und Wiederholungen

Wir sind umgeben und Mustern – die Ziegelsteine der Hauswand, die Bücher im Regal. Suche die Muster und Wiederholungen in der Szene und halte Ausschau nach Mustern, die wir dort nicht erwarten.

 

Standpunkt und Perspektive

Fotografiere nicht einfach aus Augenhöhe, denn der Standpunkt hat großen Einfluss auf die Proportionen des Motivs. Fotografiere aus der Mitte des geplanten Bildes für einen neutralen Standpunkt, aus einer tiefen Position, um das Motiv zu erhöhen, aber fotografiere nicht mit Feldherrenblick.

 

Gib dem Motiv einen Rahmen

Die Welt um uns herum ist voller Fenster, Löcher, Zweigen und Säulen. Ein Rahmen stellt das Motiv heraus und gibt uns dennoch Einblick in die Umgebung.

 

Beschneiden und Freistellen

Das Abschneiden überflüssiger und störender Element rund um das Motiv beruhigt das Bild und konzentriert den Betrachter auf das Motiv. »Weniger ist mehr« lautet die Devise.

 

Brich keine Regel, die du nicht kennst.

Aber wenn: dann nicht kleckern, sondern klotzen, bis das Foto aus dem Rahmen fällt. Fotografiere nicht das millionste gekippte Foto vom Kölner Dom, sondern stell dich direkt unter einen Turm.

 

Ein Drittel, zwei Drittel

Teile dein Bild durch Linien in neun gleiche Teile und setze die wichtigsten Elemente entlang dieser Linien oder an den Schnittpunkten. Deine Kamera hilft dir mit einem Linienraster.

Bildgestaltung in Serie

Das Fotografieren von Serien mit einem Motto ist wie eine Etüde in der Musik: Serien üben das Auge des Fotografen und die Handgriffe der Kamera und geben der Kreativität dennoch freien Lauf.

Nimm dir ein oder zwei dieser Regeln und fotografiere damit mindestens ein halbes Dutzend Motive. Wie wäre es denn mal mit »Drei Farbkontraste« oder »Stapel mit überlappenden Motiven«?

Serien sind die Etüden der Fotografie

Wiederholungen gibt es überall. Viele Motive, die allein wenig aufregend sind, wirken in Wiederholungen interessant und spannend.

Eine Serie von Motiven, die mindestens dreimal im Bild vorkommen und dabei in der Tiefe gestaffelt sind, schafft ein schönes Fotobuch oder einen Kalender.

Dez 2017

Bildgestaltung mit der Kompaktkamera

Fotos mit der Kompaktkamera profitieren von der langen Schärfentiefe
Dez 2017

Landschafts- und Architekturfotografie

Bildaufbau, Perspektive und Ausschnitt in der Landschaftsfotografie
Fototechnik

Preiswerte vs teure Kamera

Preiswerte kontra teure Kamera – welche Unterschiede?

Ivent Fotokurse
Entdecken, was hinter dem Spiegel liegt …