Die Größe des Fotos – Pixel per Inch – auf dem Monitor

Völlig aufgelöst: Pixel und Dots

Die Auflösung ist das Maß für die Schärfe und Klarheit des Bildes und beschreibt Monitore, Drucker und Bilder. Die Auflösung des Monitors (PPI) wird in Pixeln für die Breite und die Höhe angegeben, die Auflösung des Druckers in Dots per Inch (DPI).

Die cm-Größe des Monitors hat keinen Einfluß auf die Auflösung: Große Monitore können eine geringe Auflösung haben, kleine Monitore eine große.

Die Auflösung der Monitore: Pixel pro Inch

Desktop-Monitore rastern das Bild und stellen es i.d.R. mit 72 bis 120 Pixeln pro Inch (PPI) dar. Die Retina-Displays der Kameras und mobilen Geräte vom Handy bis zum Tablett erreichen extreme Auflösungen von 300 Pixeln und mehr pro Inch.

Links: großer Monitor, geringe Auflösung.
Rechts: kleiner Monitor, hohe Auflösung

Ein Gerät, das ein Bild darstellt – sei es nun der Drucker oder der Monitor – muss die Auflösung des Auges in der üblichen Leseentfernung übertreffen, um den Eindruck eines fotografischen Prints aus dem Fotolabor zu erzielen. Erst dann erkennen wir die einzelnen Pixel nicht mehr.

k K

Aber die semi-transparenten Pixel, die rund um das »K« für eine glatte Darstellung auf dem Monitor sorgen, machen das Schriftbild auf dem Monitor ein wenig matschig.

Monitor vs Druck

Eine derart hohe Auflösung erzielen erst Retina-Displays. Unsere Monitore am Computer hingegen haben zwar immer mehr Pixel, werden gleichzeitig aber auch immer größer. So bleiben Schriften auf dem Monitor pixelig – trotz des Sehabstands – und werden erst durch einen Trick glatt und rund: durch das Anti-Aliasing.

iPhone X11

6,1" (15,5 cm)
1792 x 828 Pixel
326 ppi

Samsung Galaxy Note 20 Ultra

6,9"
3.088 x 1.440 Pixel
494 ppi

iPad Air

10,5" (26,67 cm)
2224 x 1668 Pixel
264 ppi

iBook Pro

15,4" (39,11 cm)
2880 x 1800 Pixel
220 ppi

Monitor

27" (68,58 cm)
2560 x 1440 Pixel
109

Fernseher 65" Ultra HD

65" (108 cm)
3840 × 2160 Pixel
59 ppi

Dazu wären etwa 400 DPI erforderlich. Der Monitor ist weit entfernt von dieser Auflösung, der Druck aus der Druckerpresse näher dran. Unsere Tintentstrahldrucker und Fotodrucker hingegen erreichen den fotografischen Eindruck durch die hohe Auflösung ihrer winzig kleinen Farbtröpfchen. Jeder Pixel wird durch eine ganze Matrix von Druckpünktchen auf das Papier gebracht und nicht nur durch drei oder vier.

flower-600px book-with-flowers

Ein Rasterbild, etwa eine digitale Fotografie, braucht neben den Farbinformationen eine weitere Angabe: die Auflösung für den Druck. Die Angabe der Druckerauflösung spielt auf dem Monitor keine Rolle, denn die Auflösung des Monitors bestimmt die Monitordarstellung (Bilder für das Internet müssen also keinesfalls mit 72 DPI gespeichert werden, wie man häufig liest – schliesslich können Monitore verschiedene Auflösungen aufweisen). Die Angabe der DPI ist für den Druck gedacht.

Bildanzeige auf dem Monitor

Bei der Anzeige von Bildern im Internet spielen die DPI keine Rolle – der Browser zeigt alle Pixel des Bildes 1:1 an (es sei denn, der Webdesigner hat setzt das Foto mit responsiven Techniken ein).

Genauso handhaben Bildbearbeitungsprogramme die Bildgröße: Ein Zoom von 100 % zeigt immer alle Pixel des Bildes, gleich, welche Druckauflösung eingestellt ist.

Dann kommen allerdings die Retina-Monitore mit ihrer hohen Auflösung ins Spiel: Genauso wie bei Bildern für den Druck können wir heute eine höher auflösende Kopie des Bildes für Retina-Monitore einsetzen. Die hochauflösende Variante für Retina-Monitore wird aber nicht durch eine höhere DPI-Zahl im Bildbearbeitungsprogramm gekennzeichnet, sondern im HTML der Webseite.

<img 
   srcset="foto.jpg 1x, foto-retina.jpg 2x"
   src="foto.jpg"
   alt="Foto für Desktop-Monitor und Retina-Monitor">

Die DPI des Druckers

Aber wenn das Bild gedruckt wird, macht es einen Unterschied, ob das Bild mit 72 DPI oder mit 300 DPI bei gleicher Pixelauflösung gespeichert wurde: Bilder mit 72dpi Druckerauflösung würden im Druck groß, aber unscharf erscheinen. Bilder mit 300 dpi Druckerauflösung sind kleiner, aber scharf.

Anders hingegen orientieren sich Programme wie Quark oder Adobe InDesign, die in erster Linie auf den Druck ausgerichtet sind: Sie stellen das Bild größer oder kleiner dar, je nachdem, welche Druckauflösung im Bild verankert ist. Wenn Bilder für den Druck geplant sind, agieren wir mit Zentimetern und kennen die Auflösung des Druckers. Die PPI, die Pixel per Inch, werden beim Speichern des Bildes hingegen nicht aufgeführt, denn wir wissen nie, wie groß der Monitor des Betrachters ist.