Tipps für Einsteiger in die Fotografie

Immer wieder kommen durch die Fragen der Teilnehmer in unseren Fotokursen Tipps zutage, die wir hier festhalten. Wir fangen an mit den Tipps für Einsteiger in die Fototechnik.

ÖÖÖ

Klein anfangen

Damit meine ich nicht die Kamera, sondern die Motive. Wenn Sie die Fototechnik ergründen, bringen ihnen kleine Motive die Fototechnik schneller nah als die Fotos vom nächsten Leuchtturm oder Wasserschloss.

Alle fotografischen Effekte sind um so stärker, je größer ein kleines Motiv ins Bild gesetzt wird.

Der kleine Teddy fällt kaum ins Gewicht, der Hintergrund ist unruhig Der kleine Teddy fällt kaum ins Gewicht, der Hintergrund ist unruhig
Einen halben Meter näher heran, der Teddy setzt sich schon besser vom Hintergrund ab Einen halben Meter näher heran, der Teddy setzt sich schon besser vom Hintergrund ab
Und noch ein halber Meter Und noch ein halber Meter …
In dieser Abbildungsgröße würden wir die Auswirkungen jedem kleinen Blendenschritts sehen. In dieser Abbildungsgröße würden wir die Auswirkungen jedem kleinen Blendenschritts sehen.

Vor allem, wenn wir die ersten Schritte in Richtung Fotografieren mit der Blendenvorwahl im Programm A bzw. AV unternehmen, werden die Unterschiede in der Auflösung hinter dem Motiv sofort viel deutlicher.

Halte den Alltag fest

Warten Sie nicht, bis Sie vor dem Taj Mahal stehen. Nehmen Sie sich die alltäglichen Motive in der Küche oder im Spielzimmer vor. Kleine Motive sind im Handumdrehen aufgebaut und die Aufnahmen gefallen schnell der ganzen Familie.

Einfach mal den Einkauf fotografieren Einfach mal den Einkauf fotografieren
Food-Fotografie muss nicht gleich ein ganzes Dinner sein Food-Fotografie muss nicht gleich ein ganzes Dinner sein
Wenn wir bereit sind, das Foto an die Küchenwand zu hängen, dann ist es was geworden Wenn wir bereit sind, das Foto an die Küchenwand zu hängen, dann ist es was geworden

Zoom rein

Beginnen Sie mit großen Brennweiten. Das typische Kit-Objektiv der Systemkameras ist das 18 - 55 mm-Objektiv, das immer häufiger jetzt vom 18 - 135-mm Objektiv abgelöst wird. Aber auch für die Kompaktkamera gilt: Zoomen Sie ihr Motiv groß ins Bild.

Das konzentriert das Foto auf das Motiv und hilft dadurch bei der Bildgestaltung. Nehmen Sie sich zuhause an einem ruhigen Tag die Zeit, bei Fotos, die ihnen eigentlich gar nicht besonders gefallen, das Umfeld um das Motiv wegzuschneiden. Sie werden feststellen, dass ihnen das freigestellte Motiv oft besser gefällt.

Ausschneiden ist eine alte Übung für die Bildgestaltung Ausschneiden ist eine alte Übung für die Bildgestaltung
Nur mal sehen, was uns besser gefällt Nur mal sehen, was uns besser gefällt
Beim nächsten Mal entdecken wir die kleinen Spezialitäten schon, bevor wir auslösen Beim nächsten Mal entdecken wir die kleinen Spezialitäten schon, bevor wir auslösen

Hier geht es nicht darum, einen Schnappschuss zu retten oder aufzuwerten, sondern so finden wir »unser Ding«. Mit wachsender Erfahrung können wir dann immer mehr ins Bild setzen und wünschen uns Weitwinkelobjektive mit einem großen Bildkreis, aber am Anfang bringt das kleine Teleobjektiv schneller Erfolgserlebnisse.

Lass die Kompakte nicht im Schrank verhungern

Mit einer Kompaktkamera lassen sich die meisten Menschen gern fotografieren, während sie eher zurückweichen, wenn wir die große dicke Spiegelreflexkamera zücken. Und da die Kompakte viel öfters zur Hand ist, entstehen mehr Bilder. Mehr Bilder – mehr Übung.

Vor allem die Bildgestaltung gewinnt durch die Übung mit der Kompaktkamera, da wir hier nicht auf die Auflösung hinter dem Motiv zurückgreifen können, sondern uns auf die alten Tugenden der Bildgestaltung besinnen:
Farbkontrast, Helligkeitskontrast, Formenkontrast, Größenkontrast.

Porträts mit großen Brennweiten

Eine kleine Brennweite bringt einen plastischen Charakter, die Tiefe des Raums wird verstärkt. Eine große Brennweite (55-100mm an APS-C, 4-fach Zoom an der Kompaktkamera) scheint die Entfernungen zu verkürzen. Für Einsteiger sind Porträts ist eine größere Brennweite fast immer die bessere Wahl.

Auch wenn es in geschlossenen Räumen nicht immer einfach ist, genügend Abstand zum Porträtierten zu finden … lieber einen Schritt zurück, das Motiv heranzoomen und groß ins Bild setzen. Man sagt auch: Das Bild mit dem Motiv füllen.

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Objektive für Nahaufnahmen

Damit ein kleines Motiv möglichst groß ins Bild gesetzt werden kann, sollte das Objektiv eine relativ kleine »Naheinstellgrenze« im Verhältnis zur Brennweite haben. Die Kit-Objektive 18-55 mm von Canon, Nikon und Sony haben eine Naheinstellgrenze von rund 28 cm. Das ist schon ganz schön nah und erlaubt schöne Nahaufnahmen. Bei kürzeren Entfernungen kann die Kamera nicht mehr scharf stellen.

Für gute Makroaufnahmen eignet sich am besten ein Objektiv mit einer festen Brennweite von rund 100 mm. Bei kleineren Brennweiten muss die Kamera nah zum Motiv gebracht werden, Insekten flüchten dann schnell oder die Kamera stellt das Motiv in den Schatten. Objektive für Makroaufnahmen brauchen keine hohe Lichtstärke, denn bei Makroaufnahmen muss die Blende meist sehr klein sein (z.B. mit Blende 8, 11 oder 16 oder noch kleiner).

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